Biografie
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Cher wurde als Cherilyn Sarkisian
LaPierre am 20. Mai 1946 in El Centro,
Kalifornien, geboren. Ihre Mutter Georgia
(insgesamt acht mal verheiratet) schlug sich mit
kleinen Rollen und gelegentlichen
Gesangsauftritten durch, ihr Vater ein armenischer
Gelegenheitsarbeiter mit Drogenproblemen macht
sich kurze Zeit später aus dem Staub.
Cher wollte von klein auf berühmt werden und übte schon mit zwölf Jahren ihre Autogrammunterschrift.
Mit 16 riß Cher von zu Hause aus, um in Los Angeles die Schauspielschule zu besuchen. Dort lernte das 'frühreife Früchtchen', wie sie sich selbst nannte, durch Zufall in einem Café den elf Jahre älteren Sonny Bono kennen. Die beiden lebten zunächst platonisch zusammen, bis sie im Jahre 1969 heirateten.
Nach einem bescheidenen Debüt als "Caesar and Cleo" machte das Duo dann als "Sonny und Cher" Furore und wurde zu den Hippie-Idolen der 60er Jahre. Unvergessen ist die Hippie-Hymne "I Got You Babe". Die wachsende Beliebtheit von Sonny und Cher führte zu einer eigenen Fernsehshow ("The Sonny and Cher Comedy Hour").
1969 wurde ihre Tochter Chastity
geboren, die nach ihrem gleichnamigen Film benannt
wurde und regelmäßig in ihrer Show auftrat. 1975,
nach elf Jahren, ging die Ehe in die Brüche und
Cher begann eine Solokarriere. Die
exotisch-auffällig gekleidete Cher machte eine
Saison mit ihrer eigenen Cher-Show weiter und
arbeitete dann von 1976 bis 1977 für "The Sonny
And Cher Show" erneut mit ihrem Ex-Mann zusammen.
In den 70er Jahren gewannen ihre Platten Gold und
Platin, und ihre Bühnenshow in Las Vegas brach
Rekorde.
1977 zog sie nach New York und
versuchte sich als Schauspielerin. Robert Altman
engagierte sie zunächst für das Theaterstück "Komm
zurück, Jimmy Dean" und später für die
gleichnamige Filmversion. Die Kritiker waren
beeindruckt und Regisseur Mike Nichols so
begeistert, daß er die dunkelhaarige Schönheit für
den Film "Silkwood" - jeglichen Spott der Kritiker
zum Trotz, unter Vertrag nahm, um sie an der Seite
von Meryl Streep spielen zu lassen. Tatsächlich
machte Cher ihre Sache sehr gut und wurde für ihre
Rolle als Dolly mit einem Golden Globe
ausgezeichnet und für den Oscar nominiert.
Danach jagt ein Erfolg den nächsten. Für ihre Rolle als resolute Mutter in "Die Maske" erhält sie die Goldene Palme in Cannes. Auch "Die Hexen von Eastwick" und "Suspect - Unter Verdacht" bescheren Cher Kritikerlob und Kassenerfolg. Die Academy vergißt Cher ebenfalls nicht: im April 1988 erhält sie endlich den Oscar als beste Schauspielerin für ihre Verkörperung der Loretta in "Mondsüchtig". Auch als sie sich wieder der Musik zuwendet, kann sie Welthits verbuchen. Nach "Meerjungfrauen küssen besser" gönnt sich Cher deshalb eine Pause von der Schauspielerei. Erst 1999 spielte sie in "Tee mit Mussolini" wieder in einem Film mit.
Privat machte Cher durch ihre Ehe
mit dem Musiker Gregg Allman von sich reden, die
sie ein Jahr nach ihrer Scheidung von Sonny Bono
einging und die neun Tage dauerte. Aus dieser
Beziehung stammt ihr Sohn Elijah Blue, der 1976
geboren wurde. Da sie fortan zwar auf die Ehe,
nicht aber auf Sex verzichtete - Cher: 'Männer
sind mein Spielzeug', - beherrscht sie seither
weltweit die Klatschspalten der Boulevardpresse.
Danach hatte Cher unter anderem turbulente Affären mit David Geffen, Richie Sambora, Val Kilmer und Warren Beatty.
Außerdem geriet die Schauspielerin
immer wieder wegen ihrer zahlreichen
Schönheitsoperationen in die Schlagzeilen. Gegen
derartige Unterstellungen wehrte sich der
Berufsvamp anfangs vehement: «Wir halten fest, daß
keinerlei chirurgische Eingriffe an den folgenden
Körperteilen von Cher ausgeübt worden sind:
Wangen, Kinn, Bauchnabel, Gesäß, Schenkel ... ließ
sie durch ihre Anwälte ausrichten. Böse
Boulevardblätter vermuteten in Cher gar ein
wandelndes Ersatzteillager. Sie trage Implantate
an allen möglichen Orten: im Kinn, auf den
Wangenknochen, am Hintern. Und sie habe sich einer
schmaleren Taille zuliebe sogar Rippen entfernen
lassen. Daß sie der Natur nachgeholfen habe, um
Dekolleté, Nase und Zähne zu veredeln, gibt Cher
inzwischen freimütig zu.
Neben ihrer schauspielerischen Karriere katapultierte sich die melancholische Schönheit auch in der Rockmusikbranche an die Spitze. Sowohl ihre Songs als auch ihre - freizügigen - Videoclips führen regelmäßig die internationalen Hitlisten an.
Cher hat in den Neunzigern das
Buch "Family Outing" über den Umgang mit
Homosexualität innerhalb der Familie
veröffentlicht. (Ihre Tochter Chastity ist
"bekennende" Lesbe.)
Cher's Ex-Mann Bono starb im Jahre 1998 bei einem Skiunfall.
1999 überraschte sie mit einem
musikalischem Stilwandel. Als Discoqueen führte
sie mit "Believe" und "Strong Enough" vor, daß sie
den Anschluß an aktuelle Sounds noch lange nicht
verloren hat. Im Jahr 2000 erschien ihr Album
"not.com.mercial", was wie schon der Titel sagt
nicht kommerziell in jedem Geschäft zu haben ist,
sondern nur über ihre eigene Homepage
(www.cher.com). Mit "Living Proof" erschien 2001
wieder ein "kommerzielles" Album.
Und 2003 erschien Sie mit einem neuen umfassenden Best-Of Album im Handel. Dieses ist jedem angehenden Cher-Fan unbedingt an's Herz zu legen. Auf zwei CD's erhält man wirklich einen sehr guten Querschnitt aus Ihrer Musik-Karriere. Leider erschien die CD wohl nicht so unbeabsichtigt, denn damit sind wir auch schon bei der traurigen Nachricht. Cher hat 2003 offiziell verkündet, das Ihre noch laufende "The Farewell Tour" defintiv Ihre letzte Tournee ist.
Und wer es nicht geschafft hat zu einem der wenigen Konzerte in Deutschland zu gehen, dem sei die im Sommer 2004 erschienende gleichnamige DVD empfohlen. Dazu 5.1 Sound (oder besser), ein möglichst großen Bildschirm und dann los...
Nach Gerüchten in den verschiedensten Blogs (z.B. hier (Achtung! nicht nett!!!) oder hier) plant Cher ein Comeback noch im Jahr 2007 mit einem neuen Album.